und fokussieren damit auf die Qualitäten der
Malerei, auf Farbklänge und Schattierungen.
Die Fotografien sind Erscheinungen, die sich
neben den Gemälden als gleichberechtigte
und für den Betrachter inspirierende Partner
erweisen. Inspirierend insofern, als sie uns
neue Sehimpulse geben und unsere Wahrneh-
mung schärfen.
Lässt van Loock in ihren Gemälden mit Farbe
eine reale Welt entstehen, so lässt sie in
ihren Fotografien die reale Welt in farblichen
Lichtreizen zerfließen. Am Ende sind es Farbe
und Form - des Gemäldes wie der Fotografie
- worin sich beides trifft und befruchtet: eine
geschaffene und ein abgeleitete Realität.
Ingeborg van Loocks Arbeiten sind Bilder, die
uns die Wirklichkeit von zwei Seiten zeigen
und Bilder, die uns zeigen, was wir in der uns
umgebenden Wirklichkeit sehen und wahrneh-
men können.

HATE Hirlingers Arbeiten sind der geometri-
schen Abstraktion zuzuordnen. Hirlinger be-
zeichnet seine Arbeiten selbst als konstrukti-
vistisch und minimalistisch. Konstruktivistisch,
weil Grundlage seiner Arbeiten geometrische
Formen sind. Kasimir Malewitsch stellte 1915
zum ersten Mal ein „Schwarzes Quadrat auf
weißem Grund“ aus und sagte später darüber:
„Als ich 1913 den verzweifelten Versuch

   

unternahm, die Kunst vom Gewicht der Dinge
zu befreien, stellte ich ein Gemälde aus, das
nicht mehr war als ein schwarzes Quadrat auf
einem weißen Grundfeld (...) Es war kein leeres
Quadrat, das ich ausstellte, sondern vielmehr
die Empfindung der Gegenstandslosigkeit.“
- Natürlich war es noch viel mehr als das, aber
das gehört nicht hierher. Aus der konstrukti-
vistischen Kunst entwickelte sich de Stijl und
in der Folge die konkrete Kunst. Auch und
gerade dort geht es nicht ums Abbilden der
Realiltät.
Hirlinger entwickelt seine Plastiken aus dem
Dreieck, das somit Grundelement und Leitmo-
tiv in seiner Arbeit ist. Das Material, aus dem
seine Werke gefertigt werden, ist in der Regel
Stahl - Edelstahl oder Cortenstahl, selten auch
mal Aluminium. Er formt seine Arbeiten durch
Schmieden, Schweißen, Ziehen, Schleifen und
Lasern. (Die feinen und exakten Einschnitte
sind nur so zu erreichen.) Es entstehen Bie-
gungen, Faltungen, Spaltungen, Brechungen
und Einschnitte. Wichtig ist dem Künstler
eine absolut perfekte Ausführung. Nichts soll
von den stimmigen Maßverhältnnissen, den
spannungreichen Formen,der Dynamik des
Zusammenspiels von Oberflächen und Raum
ablenken.
In vielen Arbeiten wird die Oberfläche oder
Teile davon durch Polieren zum Glänzen

 

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